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Lendiball – Neue P2P-Plattform mit 16 % Rendite im Überblick

Lendiball ist eine brandneue P2P-Kreditplattform, die sich speziell an Privatanleger richtet, die in Konsumentenkredite investieren möchten. Die Plattform ging erst 2025 an den Start und verspricht attraktive Renditen von bis zu 16 % pro Jahr. In diesem ausführlichen Überblick erfahren interessierte P2P-Investoren, was Lendiball genau ist, wie sie funktioniert und welche Chancen und Risiken sie bietet. Wir beleuchten die Funktionsweise, Renditeerwartungen, verfügbare Kreditarten, die beteiligten Länder und Kreditgeber sowie Sicherheitsmechanismen wie die Buyback-Garantie. Außerdem klären wir, ob es Auto-Invest oder einen Zweitmarkt gibt, wie die Zinsgutschrift erfolgt und was bei Anmeldung, Investorenzugang und Regulierung zu beachten ist. Dieser Artikel ist sachlich fundiert und zugleich einladend formuliert – genau im Stil eines P2P-Blogs für die deutschsprachige Anleger-Community.

Was ist Lendiball?

Lendiball ist eine Peer-to-Peer-Kreditplattform (oft auch Crowdlending-Plattform genannt), die es privaten Anlegern ermöglicht, in Kredite zu investieren, die von ausgewählten Kreditgebern vergeben wurden. Im Gegensatz zu traditionellen P2P-Marktplätzen, auf denen verschiedene Darlehen von diversen Anbahnern gelistet werden, arbeitet Lendiball eng mit einem festen Kreis von regulierten Kreditinstituten zusammen. Die Plattform wurde 2025 gegründet und hat ihren Firmensitz in Estland (Lendiball OÜ in Tallinn). Hinter Lendiball steht ein erfahrenes Management: Der Gründer Nicolai Donica verfügt über mehr als 12 Jahre Erfahrung im nicht-bankischen Finanzsektor. Die Idee hinter Lendiball ist, privaten Investoren Zugang zu Krediten aus Osteuropa zu bieten – und das unter Rahmenbedingungen, die sowohl für Anleger als auch für Kreditnehmer attraktiv sind.

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Kurz gesagt: Lendiball fungiert als Brücke zwischen Anlegern und Kreditnehmern. Anleger kaufen über die Plattform Forderungen an bestehenden Krediten (sogenannte Claim Rights) von Partner-Kreditgebern. Diese Partner sind Finanzinstitute, die Verbraucherkredite vergeben und nun über Lendiball zusätzliche Finanzierung von Privatanlegern erhalten. Durch dieses Modell können Investoren indirekt an den Zinszahlungen der Kreditnehmer partizipieren und so ein passives Einkommen erzielen.

Positive Aspekte von Lendiball

  1. Attraktive Rendite

    • Bis zu 16 % Jahresrendite möglich laut Plattformangaben.

  2. Buyback-Obligation (Rückkaufgarantie)

    • Bei Zahlungsverzug von mehr als 60 Tagen wird der Kredit vom Kreditgeber zurückgekauft – inklusive aufgelaufener Zinsen.

  3. Regulierung & Lizenzierung

    • Die Kreditgeber (z. B. Virtula Finance IFN SA) sind durch die Nationalbanken von Rumänien und Moldawien lizenziert und reguliert.

  4. Direkte Investition in reale Kredite

    • Investiert wird in verifizierte Verbraucher- und Geschäftskredite innerhalb eines Gruppenverbunds – mit realwirtschaftlichem Bezug.

  5. Niedrige Einstiegshürde

    • Bereits mit kleinen Beträgen kann man manuell in einzelne Kredite investieren.

  6. Keine versteckten Gebühren

    • Einfache Kontoeröffnung, transparente Struktur, kostenfreie Ein- und Auszahlungen.

  7. Zinsen werden monatlich ausgezahlt

    • Laufende Einnahmen erhöhen den Spielraum für Reinvestitionen oder Auszahlungen.


⚠️ Negative Aspekte & Risiken

  1. Manuelle Investitionen erforderlich

    • Es gibt keine Auto-Invest-Funktion – Investoren müssen Kredite selbst auswählen.

  2. Kein Sekundärmarkt

    • Derzeit keine Möglichkeit, laufende Kredite vorzeitig zu verkaufen oder Liquidität zu schaffen.

  3. Noch junge Plattform (Start 2025)

    • Es gibt noch keine Erfahrungswerte oder belastbare Track-Records für Investoren.

  4. Gruppeninterne Kreditvergabe

    • Alle Kredite stammen von konzerninternen Kreditgebern – das kann ein Konzentrationsrisiko darstellen.

  5. Landesrisiko (Rumänien & Moldawien)

    • Investitionen erfolgen in Schwellenländern mit potenziell höherem wirtschaftlichem und regulatorischem Risiko.

  6. Rückkaufgarantie ist keine Absicherung

    • Die Buyback-Obligation greift nur, wenn der Kreditgeber liquide ist – es besteht kein Einlagenschutz.

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Wie funktioniert die Plattform?

Die Funktionsweise von Lendiball ist vergleichbar mit anderen P2P-Plattformen, allerdings mit Fokus auf Kredite von bestimmten osteuropäischen Kreditgebern. Im Wesentlichen durchläuft ein Anleger folgende Schritte, um über Lendiball zu investieren:

  1. Registrierung und Verifizierung: Zunächst erstellt man online ein Konto auf der Lendiball-Website. Dabei sind einige persönliche Daten anzugeben. Anschließend erfolgt eine Identitätsprüfung (KYC) über einen digitalen Dienstleister – dafür hält man ein Ausweisdokument bereit und durchläuft die übliche Online-Verifizierung. Nur volljährige Personen (mindestens 18 Jahre) mit gültigem Ausweis können sich registrieren. Dieser Prozess ist nötig, um gesetzlichen Anforderungen gegen Geldwäsche gerecht zu werden und sicherzustellen, dass nur berechtigte Anleger auf der Plattform aktiv sind.

  2. Geld einzahlen: Ist das Konto eröffnet und verifiziert, kann der Anleger Geld auf sein virtuelles Lendiball-Konto überweisen. Die Einzahlung erfolgt per Banküberweisung (in Euro) auf ein von Lendiball angegebenes Konto (meist handelt es sich um ein segregiertes Konto, das vom Firmenvermögen getrennt ist). Da Lendiball eine estnische Plattform ist, geht die Überweisung in der Regel als SEPA-Transfer an ein europäisches Bankkonto. Wichtig: Das Konto, von dem aus eingezahlt wird, muss auf den Namen des Investors laufen (als Referenzkonto), um Sicherheit und Zuordenbarkeit zu gewährleisten.

  3. In Kredite investieren: Sobald das Geld auf dem Account gutgeschrieben ist, kann der Anleger in einzelne Kredite investieren. Auto-Invest steht derzeit nicht zur Verfügung, d.h. man wählt die Kredite manuell aus der Primärmarkt-Liste auf der Plattform aus. Lendiball zeigt dafür eine Übersicht aller verfügbaren Kreditprojekte an, inklusive Details wie Kreditgeber/Land, Kredittyp, Laufzeit, Zinssatz und verfügbarer Betrag. Der Investor kann sich aussuchen, in welche Kredite er investieren möchte und legt dabei jeweils einen Betrag an (üblicherweise sind bereits kleine Beträge pro Kredit möglich, was eine breite Diversifikation erleichtert). Mit dem Klick auf „Investieren“ bzw. „Buy“ erwirbt man anteilig die Forderung dieses Kredites. Technisch gesehen schließt man einen Abtretungsvertrag: Der Kreditgeber tritt einen Teil der Kreditforderung an den Investor ab, und im Gegenzug erhält der Anleger Anspruch auf die Rückzahlung inklusive Zinsen vom Kreditnehmer (bzw. vom Kreditgeber über die Plattform).

  4. Passive Erträge erhalten: Nach der Investition beginnt das Geld für den Anleger zu arbeiten. Die Kreditnehmer leisten ihre Zahlungen (Tilgung plus Zinsen) gemäß dem vereinbarten Rückzahlungsplan. Typischerweise erfolgen Zins- und Rückzahlungen monatlich, sofern es sich um Ratenkredite handelt. Die eingehenden Zahlungen der Kreditnehmer werden vom jeweiligen Kreditgeber an Lendiball weitergeleitet und gutgeschrieben. Der Investor sieht dann regelmäßige Zinsgutschriften sowie etwaige Tilgungsbeträge auf seinem Lendiball-Konto. Diese können dort gesammelt und entweder erneut in neue Kredite investiert oder auf das eigene Bankkonto zurücküberwiesen werden. Sollte ein Kredit zum Ende der Laufzeit vollständig zurückgezahlt sein, erhält der Anleger seinen investierten Betrag (Kapital) plus alle bis dahin angefallenen Zinsen zurück.

Wichtig zu wissen: Ein Zweitmarkt zum Verkaufen laufender Kredite ist bei Lendiball aktuell nicht verfügbar. Das bedeutet, dass man im Normalfall die Laufzeit des Kredites abwarten muss, bis man sein investiertes Kapital zurückbekommt. Lendiball hat jedoch angekündigt, einen Sekundärmarkt bei Bedarf in Zukunft zu entwickeln – aber zum Start müssen Anleger bereit sein, die Kredite bis zur Endfälligkeit zu halten. Dies erfordert etwas Planung und Liquiditätsmanagement von Seiten der Investoren.

Lendiball P2P Kredite

Welche Renditen sind möglich?

Eine der auffälligsten Angaben bei Lendiball ist die in Aussicht gestellte Rendite von bis zu 16 % p.a. Solche zweistelligen Zinsen liegen deutlich über dem, was klassische Anlageformen bieten, und auch im Vergleich mit vielen etablierten P2P-Plattformen gehört 16 % zu den oberen Bereichen. Lendiball bewirbt diese maximale Rendite auf seiner Startseite – tatsächlich sind Zinssätze im Bereich von 12 % bis 16 % jährlich auf der Plattform zu finden, je nach Kredit. Derzeit scheint die Mehrheit der gelisteten Kredite nahe der oberen Grenze verzinst zu sein, was für renditehungrige Anleger sehr attraktiv klingt.

Wie kommen diese hohen Zinsen zustande? Die angebotenen Kredite stammen aus Ländern wie Rumänien und Moldawien, wo die Kreditzinsen generell höher liegen als z.B. in Westeuropa. Verbraucherkredite in diesen Märkten werden oft zu zweistelligen Zinssätzen vergeben. Lendiball gibt diese Zinsen an die Investoren weiter (abzüglich eines eventuellen Anteils für den Plattformbetrieb). Für Anleger bedeutet das, dass Bruttorenditen von über 15 % p.a. erreichbar sind, sofern alles planmäßig läuft. Damit könnten z.B. 1.000 € investiert in einen 16 %-Kredit einen Ertrag von etwa 160 € Zinsen pro Jahr bringen (vor Steuern).

Natürlich sind hohe Renditen immer mit höheren Risiken verbunden. Im P2P-Bereich kompensieren zweistellige Zinssätze typischerweise das Kreditrisiko und Länderrisiko. Dass Lendiball noch eine sehr neue Plattform ist, kommt hinzu – es gibt noch keine langjährigen Auswertungen zur tatsächlichen Rendite nach Ausfällen. Dennoch: Die Zinszahlungen erfolgen monatlich und werden dem Investor gutgeschrieben. Zinseszins-Effekt: Wer die erhaltenen Zinsen direkt wieder in neue Kredite investiert, kann seinen Ertrag weiter steigern. Lendiball ermöglicht es, die Erträge im Account zu belassen und umzuschichten, um vom Zinseszins zu profitieren. Wichtig ist, dass Anleger die möglichen Steuern auf Zinserträge bedenken – in Deutschland unterliegen P2P-Zinsen der Kapitalertragsteuer (Abgeltungsteuer), vergleichbar mit Zinsen aus anderen Kapitalanlagen.

Unterm Strich zeigt Lendiball auf dem Papier sehr attraktive Renditemöglichkeiten. Für erfahrene P2P-Investoren klingen „bis zu 16 %“ verlockend, während Neueinsteiger sich bewusst sein sollten, dass solche Renditen nur bei entsprechendem Risiko und unter Nutzung von Sicherungsmechanismen (wie der Rückkaufgarantie) erreichbar sind. Wie immer empfiehlt es sich, nicht nur auf die Höhe der Zinsen zu schauen, sondern das Gesamtpaket der Plattform zu beurteilen – dazu gehören die Kreditqualität, Sicherheitsaspekte und die Zuverlässigkeit der beteiligten Partner.

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In welche Arten von Krediten kann man investieren?

Lendiball konzentriert sich auf Verbraucherkredite (Konsumentenkredite), die von ihren Partner-Kreditgebern vergeben wurden. Das Spektrum der Kredite lässt sich grob in zwei Kategorien unterteilen:

  • Langfristige Konsumentenkredite: Dies sind klassische Ratenkredite, die an Privatpersonen vergeben werden. Sie haben mittlere bis längere Laufzeiten, typischerweise einige Monate bis zu ein paar Jahren. Lendiball gibt an, dass einer der Kreditgeber (Virtula Finance in Rumänien) mittel- und langfristige Darlehen mit monatlichen Raten anbietet. Das könnten z.B. Kreditlaufzeiten von 12, 18 oder 24 Monaten sein, in denen der Kreditnehmer den Betrag in regelmäßigen Monatsraten zurückzahlt. In diese Ratenkredite können Anleger investieren und erhalten dann monatlich anteilig Zins und Tilgung. Solche Kredite eignen sich für Investoren, die planbare Rückflüsse schätzen und über einen längeren Zeitraum investiert bleiben wollen.

  • Kurzfristige Kredite und BNPL: Der zweite Bereich umfasst kurzlaufende Konsumentenkredite, wozu auch sogenannte Payday Loans oder „Buy Now, Pay Later“-(BNPL)-Finanzierungen gehören. Ein Beispiel ist der Kreditgeber Victoria Credit in Moldawien, der auf kurze Laufzeiten und flexible Zahlungspläne spezialisiert ist. Hier kann es sich um Kredite mit Laufzeiten von nur wenigen Wochen bis wenigen Monaten handeln, oder um revolvierende Kreditlinien und Ratenkäufe (BNPL), bei denen Verbraucher z.B. Einkäufe auf Raten zahlen. Diese kurzfristigen Kredite werden oft am Ende der Laufzeit in einer Summe zurückgezahlt (inkl. Zinsen) oder haben nur wenige Raten. Für Investoren bieten solche Kredite die Möglichkeit eines schnellen Kapitalumschlags: Man investiert für kurze Zeit und erhält dann inklusive Zinsen das Geld zurück, um es ggf. neu anzulegen. Kurzläufer können attraktiv sein, um Liquidität flexibler zu halten, bringen aber manchmal etwas höhere Ausfallrisiken mit sich, da es sich oft um Kleinkredite ohne Sicherheiten handelt.

Laufzeiten und Währungen: Die Kreditlaufzeiten auf Lendiball variieren je nach Kredittyp. Aktuell finden sich Angebote, die von wenigen Monaten bis zu rund 2 Jahren reichen. Die meisten Kredite sind in Euro (EUR) denominiert, obwohl die Kreditnehmer in Rumänien oder Moldawien sitzen. Das bedeutet, Anleger tragen kein Währungsrisiko, da sowohl Investition als auch Rückzahlung in Euro erfolgen. Die Partner vor Ort übernehmen ggf. die Umrechnung oder bieten Kredite gleich in Euro an. Für Investoren ist das vorteilhaft, denn Wechselkursschwankungen können die Rendite bei P2P-Krediten sonst beeinflussen – bei Lendiball entfällt dieses Risiko.

Kreditqualität: Alle Kredite durchlaufen nach Angaben der Plattform eine Bonitätsprüfung (z.B. Check bei Auskunfteien/„Credit Bureau“), bevor sie vergeben werden. Das heißt, die Kreditnehmer werden hinsichtlich ihrer Kreditwürdigkeit bewertet, was zur Stabilität des Kreditportfolios beitragen soll. Obwohl es sich um Verbraucherkredite ohne klassische Besicherung handelt (keine hinterlegten Autos oder Immobilien, meist unbesicherte Darlehen), versucht man so, die Ausfallwahrscheinlichkeit zu reduzieren. Letztlich investieren Anleger aber in unbesicherte Konsumentenkredite – ein Szenario, das in der P2P-Welt üblich ist und durch entsprechende Zinsen entlohnt wird.

Zusammengefasst bietet Lendiball Konsumkredite unterschiedlicher Laufzeit zur Investition an: von kurzfristigen „Sofortkrediten“/BNPL bis hin zu längeren Ratenkrediten. Diese Vielfalt ermöglicht es Anlegern, je nach gewünschter Strategie (kurzfristig flexibel oder langfristig planbar) zu investieren und ihr Portfolio zu mischen.

Welche Länder und Kreditgeber sind beteiligt?

Aktuell arbeitet Lendiball mit zwei Kreditgebern zusammen, die die Kredite auf der Plattform bereitstellen. Diese stammen aus Rumänien und Moldawien und sind bereits etablierte nicht-bankliche Finanzinstitutionen in ihren jeweiligen Ländern. Hier ein Überblick der Partner:

  • Rumänien – Virtula Finance IFN SA: Dieser Kreditgeber ist eine Finanzierungsfirma aus Rumänien, die seit 2024 aktiv unter Aufsicht der rumänischen Zentralbank (Banca Națională a României) operiert. Virtula Finance ist spezialisiert auf mittelfristige und langfristige Verbraucherkredite mit monatlichen Raten für Privatkunden. Das Unternehmen ist Teil einer Holding namens Virtula Development Center SRL (Rumänien) und wurde 2022 gegründet, bevor es 2024 mit dem Online-Kreditgeschäft startete. Bislang hat Virtula in Rumänien Kreditvolumina in sechsstelliger Höhe (über 0,5 Mio. €) ausgereicht – finanziert vorwiegend aus Eigenkapital der Gründer. Wichtig für Anleger: Virtula Finance besitzt eine Lizenz als Nicht-Bank-Finanzinstitut in Rumänien (registriert bei der Nationalbank) und unterliegt den dortigen Regulierungen. Das schafft Vertrauen, dass der Kreditgeber seriös arbeitet und gewissen Richtlinien folgen muss. Über Lendiball erhalten Investoren Zugang zu den Ratenkrediten von Virtula und profitieren von deren Zinszahlungen.

  • Republik Moldau – Victoria Credit OCN SRL: Dieser Kreditgeber operiert in Moldawien (Moldova) und hat bereits eine längere Historie – gegründet 2012, seit 2016 aktiv im Online-Kreditgeschäft. Victoria Credit ist eine sogenannte Organizația de Credit Nebancară (OCN), also ein nicht-bankliches Kreditinstitut, und wird von der moldawischen Zentralbank bzw. Finanzaufsicht lizenziert und überwacht. Das Unternehmen bietet klassische Verbraucherkredite und „Buy Now, Pay Later“-Finanzierungen an. Unter Marken wie Vcredit und Virtula (auch in Moldawien gibt es offenbar eine Virtula-Marke) wurden bislang über 10 Millionen € an Krediten und BNPL-Käufen finanziert. Victoria Credit hat also umfangreiche Erfahrung im Konsumentenkreditbereich und tausende Kunden in Moldawien bedient. Für Lendiball-Anleger sind die von Victoria Credit stammenden Kredite interessant, weil sie oft kurzfristig sind und dennoch hohe Zinsen bieten. Auch hier gilt: Der Kreditgeber verfügt über eine offizielle Lizenz (Lizenz-Nr. 003 der moldawischen Finanzmarktkommission) und steht unter Aufsicht – ein Pluspunkt in Sachen Transparenz und Sicherheit der Abläufe.

Beide Kreditgeber gehören zur Virtula-Gruppe, einer Holding-Struktur (Virtula Development Center SRL) mit Sitz in Rumänien. Das bedeutet, dass Lendiball im Grunde mit einem finanzgruppen-internen Portfolio arbeitet – beide Partner werden vom selben Mutterunternehmen bzw. Gründerkreis geführt. Für Anleger kann dies einerseits positiv sein (gemeinsame Standards, erfahrener Hintergrund, abgestimmte Interessen), andererseits bedeutet es, dass die Diversifikation über Kreditgeber hinweg begrenzt ist, da beide eng verbandelt sind. Nichtsdestotrotz hat man über Lendiball Zugang zu zwei unterschiedlichen Ländermärkten: Rumänien als EU-Land mit aufstrebendem Kreditmarkt und Moldawien als Nicht-EU-Land, das jedoch regulatorisch Fortschritte macht. Die Internationalisierung vergrößert das Spektrum an Kreditmöglichkeiten, und Anleger können so von den Zinsniveaus und Kreditnachfragen in beiden Ländern profitieren.

Wie sicher ist Lendiball? – Rolle der Buyback-Garantie und weitere Aspekte

Sicherheit ist bei P2P-Investments stets ein zentrales Thema. Bei Lendiball gibt es mehrere Ebenen, die betrachtet werden müssen: die Sicherheit der einzelnen Kredite (und der Kreditnehmer), die Bonität der Kreditgeber, sowie die Plattform selbst. Lendiball versucht, Risiken für Anleger abzumildern, unter anderem durch eine Buyback-Garantie (Rückkaufverpflichtung) der Kreditgeber und regulatorische Rahmenbedingungen. Schauen wir uns die wichtigsten Sicherheitsmerkmale an:

  • Buyback-Garantie bei Zahlungsverzug: Alle Kredite auf Lendiball sind mit einer Rückkaufgarantie versehen. Das bedeutet: Wenn ein Kreditnehmer seine Rate nicht zahlt und in Verzug gerät, springt nach einer gewissen Frist der Kreditgeber ein. Konkret hat Lendiball definiert, dass nach 60 Tagen Zahlungsverzug der Kredit vom Kreditgeber zurückgekauft wird. Der Anleger erhält dann sein restliches Investment für diesen Kredit vom Kreditgeber zurückerstattet. Wichtig: Selbst während der Verzugsphase (also z.B. Tag 1 bis 60 nach geplanter Zahlung) fallen weiterhin Zinsen an, und diese werden dem Investor ebenfalls gutgeschrieben. Mit anderen Worten, der Anleger wird so gestellt, als hätte er die verspätete Zahlung mit Verzögerung erhalten – inklusive Verzugszinsen. Die Buyback-Garantie schützt Investoren also vor Kreditausfällen des Endkunden, solange der Kreditgeber zahlungsfähig ist. Sie ist ein wesentliches Sicherheitsnetz bei Lendiball, ähnlich wie man es von Plattformen wie Mintos, PeerBerry & Co kennt. Allerdings sei betont: Die Garantie ist so gut wie der Kreditgeber, der dahintersteht. Wenn der Kreditgeber selbst in finanzielle Schwierigkeiten gerät, könnte die Rückkaufgarantie wertlos werden. Bislang gibt es dafür keine Anzeichen, aber Anleger sollten das im Hinterkopf behalten.

  • Regulierte Kreditgeber & erfahrenes Management: Ein Pluspunkt für die Sicherheit ist, dass die beteiligten Loan Originators (Kreditgeber) in ihren Ländern reguliert sind. Beide unterliegen der Aufsicht durch Zentralbanken bzw. Finanzbehörden. Das impliziert, dass sie bestimmte Eigenkapitalanforderungen erfüllen müssen, geprüfte Jahresabschlüsse vorlegen und allgemein einen seriösen Geschäftsbetrieb vorweisen. Ein regulierter Status ist kein völliger Ausfallschutz, aber er sorgt für Transparenz und Mindeststandards. Zudem hat das Management von Lendiball und der Virtula-Gruppe langjährige Erfahrung im Kreditgeschäft. Die Firmenhistorie (insbesondere von Victoria Credit mit über 10 Jahren Marktpräsenz) zeigt, dass man Kreditvergabe und -einzug in schwierigen Märkten gemeistert hat. Erfahrung und Know-how helfen, Risiken einzuschätzen und das Kreditportfolio zu steuern.

  • Diversifikation und Kreditprüfung: Sicherheit bei P2P bedeutet auch, Risiken zu streuen. Lendiball ermöglicht es Anlegern, ihr Kapital auf viele einzelne Kredite zu verteilen. Durch die meist niedrigen Mindestanlagebeträge pro Kredit (oft schon ab 10 € oder 50 €) kann man mit kleinen Summen an Dutzenden Krediten partizipieren. So führt der Ausfall eines einzelnen Kredites (oder Zahlungsausfall eines einzelnen Kreditnehmers) nicht gleich zum großen Verlust des Gesamtportfolios. Zusätzlich werden alle Kreditnehmer vor Darlehensvergabe auf Bonität geprüft (Schufa-ähnliche Prüfungen im jeweiligen Land, Einkommen etc.), was die Ausfallwahrscheinlichkeit reduzieren soll. Allerdings bleibt ein Restausfallrisiko immer bestehen – kein Screening ist perfekt, und unvorhergesehene Ereignisse können Zahlungsschwierigkeiten verursachen.

  • Plattform- und Rechtsrahmen: Lendiball selbst ist nicht reguliert im Sinne einer Finanzaufsichtsbehörde. Das heißt, die Plattform operiert (wie viele klassische P2P-Marktplätze) ohne spezielle Lizenz als Crowdfunding-Dienstleister oder Bank. Lendiball weist explizit darauf hin, dass sie unter keiner Finanzdienstleistungslizenz stehen. Für Anleger bedeutet das, dass keine staatliche Einlagensicherung oder Anlegerentschädigung greift, wie man es von Bankprodukten kennt. Das Geschäftsmodell stützt sich rein auf zivilrechtliche Verträge (Abtretungsverträge) zwischen Anleger, Plattform und Kreditgeber. Dieses Modell hat sich in der P2P-Branche etabliert, birgt aber das sogenannte Plattformrisiko: Sollte Lendiball insolvent werden oder den Betrieb einstellen, könnte es komplizierter werden, an sein Geld zu kommen oder die laufenden Kredite weiter zu verwalten. Allerdings würde in einem solchen Fall wahrscheinlich ein Servicer einspringen, der die Kreditforderungen weiter eintreibt – dies wird meist vorsorglich in den Verträgen geregelt. Dennoch: Die Seriosität der Plattform selbst ist ein Faktor. Da Lendiball sehr neu ist, fehlt ein Langzeit-Track-Record. Das Auftreten ist professionell, und erste Nutzerbewertungen oder Erfahrungsberichte werden zeigen, ob Lendiball in der Praxis zuverlässig arbeitet.

Zusammenfassend kann man sagen, Lendiball bietet ein solides Sicherheitspaket für P2P-Verhältnisse: Die Buyback-Garantie schützt vor vielen Kreditausfällen, solange die Kreditgeber liquide bleiben. Die Kreditgeber sind lizenziert und beaufsichtigt, was Vertrauen schafft, und das Team ist erfahren. Dennoch sollten Anleger das Restrisiko nicht unterschätzen. Es empfiehlt sich, auch Lendiball nur als Teil einer breiteren Anlagestrategie zu nutzen und nicht „alles auf eine Karte“ zu setzen. Wer auf mehreren P2P-Plattformen investiert und innerhalb von Lendiball auf viele Kredite verteilt, fährt in der Regel am sichersten. Zudem sollte man die Entwicklung der Plattform beobachten – z.B. ob die Rückkaufgarantie verlässlich eingehalten wird und wie sich das Kreditvolumen und die Ausfallraten entwickeln. Transparenzberichte oder Statistiken (sofern von Lendiball veröffentlicht) können hierbei helfen.

Gibt es Auto-Invest oder einen Zweitmarkt?

Zum aktuellen Stand bietet Lendiball keine automatische Investitionsfunktion (Auto-Invest) und keinen Sekundärmarkt an. Diese beiden Features sind vielen P2P-Anlegern von anderen Plattformen bekannt und werden oft geschätzt, sind aber bei Lendiball zum Start noch nicht implementiert.

  • Auto-Invest: Nein, im Moment nicht verfügbar. Anleger müssen jedes Kreditprojekt manuell auswählen und investieren aktiv verwalten. Laut Lendiball wurden die Kredite und deren Volumina so gestaltet, dass eine manuelle Auswahl gut machbar ist – sprich, es gibt keine unüberschaubare Flut an kleinen Krediten, sondern eher ausgewählte Angebote mit passenden Beträgen und Laufzeiten. Trotzdem kann man als Nutzer natürlich den Wunsch nach Auto-Invest verstehen: Ein Autoinvest-Tool könnte anhand vordefinierter Kriterien (Zins, Laufzeit, Kreditgeber etc.) automatisch investieren und so Zeit sparen. Lendiball hat signalisiert, dass man bei genügend Nutzerinteresse Auto-Invest in Zukunft integrieren könnte. Bis dahin heißt es für Anleger: selbst regelmäßig reinschauen und investieren. Für manche ist das sogar bevorzugt, da man so gezielt auswählen kann, statt alles einem Algorithmus zu überlassen.

  • Zweitmarkt: Nein, bisher gibt es keinen Zweitmarkt (Secondary Market) auf Lendiball. Das bedeutet, dass Investoren ihre einmal getätigten Investments nicht vorzeitig an andere Investoren verkaufen können. Man sollte also nur Gelder investieren, die man für die Laufzeit des Kredits entbehren kann. Ein Zweitmarkt wäre nützlich, um Liquidität zu erhöhen – falls man z.B. dringend Geld benötigt, könnte man auf anderen Plattformen seine Kredite dort verkaufen (oft mit Abschlag oder Aufschlag). Bei Lendiball ist das noch nicht möglich. Allerdings erwähnte das Team, dass ein Sekundärmarkt perspektivisch geplant ist, wenn die Plattform wächst und genügend Nachfrage danach besteht. Viele neue P2P-Plattformen starten zunächst ohne Zweitmarkt, da das Handelsvolumen anfangs gering ist, und führen ihn später ein. Anleger sollten also mittelfristig die Augen offenhalten, ob Lendiball einen solchen Marktplatz nachrüstet.

Die Abwesenheit von Auto-Invest und Zweitmarkt ist kein Dealbreaker, aber etwas, das man wissen sollte. Für aktive Anleger, die Freude daran haben, ihre Investments selbst zu steuern, ist das manuelle Vorgehen kein Problem. Wer jedoch ein sehr automatisiertes, bequemes Investment sucht oder Wert auf flexible Verkaufsmöglichkeiten legt, muss diese Einschränkungen momentan akzeptieren. Lendiball befindet sich noch in einer frühen Phase – es kann gut sein, dass mit zunehmender Nutzerzahl weitere Funktionen hinzukommen.

Wie erfolgt die Zinsgutschrift?

Die Zinsgutschrift bei Lendiball erfolgt im Prinzip genauso, wie es erfahrene P2P-Investoren erwarten würden: regelmäßig und automatisch auf das Anlegerkonto innerhalb der Plattform. Konkret bedeutet das:

  • Monatliche Zahlungen: Bei den meisten Krediten – insbesondere den Ratenkrediten – werden monatlich Zinsen (und ggf. Tilgungen) gezahlt. Das heißt, einmal pro Monat, gemäß dem individuellen Zahlungsplan des Kreditnehmers, fließen die fälligen Beträge an den Kreditgeber und werden dann an die Anleger weitergereicht. Sobald eine Rate bezahlt ist, erscheint der entsprechende Betrag auf dem virtuellen Konto des Investors bei Lendiball. Bei endfälligen Kurzzeitkrediten kann es natürlich auch sein, dass die Zinsen erst am Ende der Laufzeit in einer Summe gutgeschrieben werden. Die Plattform verwaltet diese Zahlungsflüsse automatisch – der Anleger muss nichts weiter tun, außer nachzuschauen, welche Erträge eingegangen sind.

  • Wiederanlage oder Auszahlung: Die gutgeschriebenen Zinsen (und Rückzahlungen des Kapitals) stehen dem Anleger zur Verfügung. Man hat zwei Optionen: Reinvestition oder Auszahlung. Wer seine Rendite optimieren möchte, kann die erhaltenen Zinsen gleich wieder in neue Kredite stecken (sofern genügend verfügbar und die eigene Strategie es vorsieht). Dadurch wird der Zinseszins-Effekt genutzt. Alternativ kann man sich die Beträge natürlich auf das eigene Bankkonto auszahlen lassen. Lendiball ermöglicht Überweisungen vom Anlegerkonto zurück auf das persönliche Referenzkonto. Typischerweise dauert eine Auszahlung per SEPA ein bis drei Werktage. Wichtig: Lendiball selbst erhebt keine Gebühren für die Gutschrift oder Auszahlung der Zinsen – was man an Zinsen verdient, gehört vollständig dem Anleger (abgesehen von etwaigen Steuern). Nur eventuelle Bankgebühren (z.B. bei Auslandsüberweisungen, falls es kein SEPA-Land ist) könnten anfallen, aber innerhalb des Euro-Raums sind SEPA-Transfers meist kostenfrei.

  • Verzugszinsen bei verspäteter Zahlung: Wie schon im Sicherheitsabschnitt erwähnt, werden auch bei Zahlungsverzug Zinsen weiter gutgeschrieben. Falls also ein Kreditnehmer mal eine Rate nicht pünktlich zahlt, läuft der Zähler der Verzugszinsen. Sollte der Kredit letztlich nachgezahlt oder vom Kreditgeber per Buyback ausgeglichen werden, erhält der Investor auch die angefallenen Verzugszinsen anteilig gutgeschrieben. Somit entsteht dem Anleger durch eine moderate Verspätung kein Zinsschaden – im Gegenteil, das Warten wird verzinst. Natürlich ist es dennoch angenehmer, pünktliche Zahlungen zu bekommen, aber es ist gut zu wissen, dass das System so ausgelegt ist, dass Zinsen taggenau berechnet und gutgeschrieben werden.

Ein Anleger kann die Übersicht aller erhaltenen Zinszahlungen und Rückflüsse in seinem Account-Dashboard einsehen. Lendiball stellt dort Berichte oder zumindest eine Transaktionshistorie bereit, aus der hervorgeht, welcher Kredit wie viel Zins/Tilgung eingebracht hat. Diese Transparenz hilft auch bei der Buchhaltung und ggf. der Steuererklärung, da man nachvollziehen kann, welche Zinserträge im Jahr angefallen sind.

Zusammengefasst: Die Zinsgutschrift bei Lendiball erfolgt zuverlässig entsprechend der Kreditverträge – meist monatlich. Es gibt keine manuelle Aktion nötig, alles läuft automatisiert. Anleger profitieren vom regelmäßigen Cashflow, den sie nach Belieben weiterverwenden können.

Wie läuft die Anmeldung ab, wer kann investieren und welche Regulierungen gelten?

Anmeldung & Voraussetzungen: Die Registrierung bei Lendiball ist komplett online und ähnlich wie bei anderen P2P-Plattformen gehalten. Wie bereits beschrieben, muss man zunächst ein Konto auf der Website erstellen, was das Ausfüllen eines Formulars mit persönlichen Daten beinhaltet (Name, E-Mail, Passwort, etc.). Unmittelbar danach oder spätestens vor der ersten Investition findet die Identitätsfeststellung statt. Lendiball nutzt hierfür einen Partner (den Dienst Sumsub), der eine bequeme Online-Identifizierung ermöglicht. Man fotografiert/scannt seinen Personalausweis oder Reisepass und ggf. macht man ein Selfie oder Video-Ident – alles digital in wenigen Minuten machbar. Dieser KYC-Prozess stellt sicher, dass man echt ist und die Plattform gesetzeskonform bleibt.

Wer kann investieren? Grundsätzlich jede volljährige Person (≥ 18 Jahre) mit Wohnsitz in einem Land, von dem aus Investitionen rechtlich zulässig sind. Lendiball richtet sich primär an Anleger in Europa; als Plattformsprache ist Englisch vorgegeben, was üblich ist bei international ausgerichteten P2P-Plattformen. Deutsche, Österreicher und Schweizer können grundsätzlich investieren, sofern sie die Registrierung erfolgreich durchlaufen. Auch Anleger aus anderen EU-Ländern sind willkommen. Wichtig ist, dass man ein eigenes Bankkonto auf den eigenen Namen besitzt, da Ein- und Auszahlungen nur darüber abgewickelt werden. Unternehmen (juristische Personen) können übrigens ebenfalls investieren – dafür müsste man bei der Anmeldung die entsprechende Option wählen und Nachweise für die Firma erbringen (Handelsregisterauszug etc.). Lendiball behält sich vor, Anmeldungen im Einzelfall abzulehnen, was aber bei gewöhnlichen Investoren selten der Fall sein dürfte.

Regulierung und rechtlicher Rahmen: Wie schon erwähnt, Lendiball als Plattform hat keine eigene Finanzlizenz (Stand 2025). Das ist im bisherigen P2P-Markt nicht ungewöhnlich, da viele Marktplätze als Vermittler agieren und rechtlich gesehen „nur“ Forderungen verkaufen/vermitteln. Allerdings tritt seit November 2021 in der EU die neue Crowdfunding-Regulierung (ECSP) in Kraft, die für viele Plattformen relevant wird. Ob Lendiball sich in Zukunft um eine solche Lizenz bemüht oder eine Partnerschaft eingeht, ist offen – derzeit operiert man eben ohne. Für den Investor bedeutet dies, dass er beim Investieren einen Vertrag mit Lendiball und dem Kreditgeber eingeht (Abtretungsvertrag), der nach estnischem Recht bzw. EU-Vertragsrecht gültig ist. Alle Beteiligten müssen sich an diese Verträge halten. Lendiball unterliegt natürlich den allgemeinen Gesetzen (z.B. Datenschutz, Geldwäschegesetz) und muss z.B. auch Berichte ans estnische Gewerbeamt liefern, aber eine spezielle Finanzaufsicht kontrolliert die Plattform nicht. Das Vertrauen stützt sich also darauf, dass Lendiball sich durch die Reputation und den Hintergrund der Gründer auszeichnet.

Für Anleger praktisch relevant sind ein paar Punkte: Steuern muss man wie gesagt selbst abführen (Lendiball führt keine Quellensteuer ab, da Estland keine Zinssteuer für Ausländer erhebt – man muss seine Erträge im Heimatland deklarieren). Gebühren: Lendiball erhebt nach aktuellem Kenntnisstand keine Gebühren von Anlegern für die Nutzung. Kontoeröffnung, Einzahlungen, Investitionen und Auszahlungen sind seitens Lendiball kostenfrei. Mögliche Kosten könnten nur indirekt entstehen (z.B. Bankgebühren oder ein Währungsumtausch, falls man nicht in EUR überweist).

Anmeldung im Ablauf: Nachdem die Verifizierung erledigt ist, bekommt man Zugriff auf den persönlichen Bereich. Von dort aus generiert man die Banküberweisungsdaten für die Einzahlung. Lendiball gibt IBAN und Referenz an, um Geld aufs Anlagekonto zu transferieren. Sobald das Geld da ist (oft innerhalb 1–2 Werktagen bei SEPA), kann investiert werden. Insgesamt ist die Anmeldung also benutzerfreundlich und schnell machbar – oftmals ist innerhalb desselben Tages alles startklar (abgesehen von der Wartezeit der Überweisung). Es gelten die üblichen AGB und Datenschutzbestimmungen, die man akzeptieren muss. Ein kleiner Hinweis: Da Lendiball neu ist, lohnt es sich, bei der Registrierung auf eventuell angebotene Bonus-Aktionen zu achten. Neue Plattformen locken manchmal mit Willkommens-Boni oder Cashback für Erstinvestitionen. Im Moment ist kein spezieller Bonus bekannt, aber es könnte sich in Zukunft etwas ergeben. Ebenso bietet Lendiball ein Affiliate-Programm, was darauf hindeutet, dass sie Empfehlungen belohnen – aber das nur als Randnotiz für Blogger und Vermittler.

Zusammenfassung der Regulierung: Lendiball vermittelt Anlagen in Kreditforderungen und ist als estnisches Unternehmen tätig. Die Kreditgeber sind lokal reguliert (Rumänien, Moldawien), was dem Geschäftsmodell Seriosität verleiht. Als Anleger sollte man sich bewusst sein, dass man in ein nicht reguliertes Direktinvestment geht – ähnlich wie bei den meisten P2P-Plattformen bisher. Es ist empfehlenswert, nur Gelder zu investieren, deren Verlust man notfalls verschmerzen könnte, und sich stets ein eigenes Bild von der Plattform zu machen. Das Team hinter Lendiball setzt auf Transparenz (z.B. Veröffentlichung geprüfter Finanzberichte der Kreditgeber) und eine vertrauensvolle Beziehung zu den Investoren. Wenn die Plattform wächst und sich bewährt, könnte sie zu einer festen Größe in der P2P-Szene werden. Bis dahin gilt es, sich an die eigenen Anlagegrundsätze zu halten und Lendiball als interessante neue Ergänzung im P2P-Portfolio zu betrachten.

Fazit

Lendiball präsentiert sich als seriöse neue P2P-Plattform für Investoren, die hohe Renditen nicht scheuen und in osteuropäische Verbraucherkredite investieren möchten. Die Plattform punktet mit attraktiven Zinsen (bis zu 16 %), regulierten Kreditgebern in ihrem Hintergrund und der Buyback-Garantie, die das Ausfallrisiko deutlich reduziert. Die Bedienung ist – trotz fehlendem Auto-Invest – überschaubar und dank monatlicher Zinszahlungen können Anleger ein regelmäßiges Einkommen generieren. Natürlich sollte man sich der Risiken bewusst sein: Neue Plattform, keine staatliche Regulierung des Marktplatzes, Konzentration auf eine Kreditgebergruppe – all das verlangt nach gesundem Vertrauen, aber auch Vorsicht und Diversifikation.

Für deutschsprachige P2P-Investoren, die bereits Erfahrung mit etablierten Plattformen haben, könnte Lendiball eine spannende Beimischung sein, um das Portfolio weiter zu diversifizieren und von hohen Zinsen zu profitieren. Neulinge sollten sich gut einlesen (dieser Artikel ist ein Anfang) und vielleicht mit kleineren Beträgen starten, um die Abläufe kennenzulernen. Insgesamt vermittelt Lendiball ein professionelles und ambitioniertes Bild. Sollte sich die Plattform bewähren, könnten Anleger hier langfristig einen zuverlässigen Partner finden.

Hinweis: Wie immer bei P2P-Krediten gilt, dass vergangene Erfolge keine Garantie für die Zukunft sind. Jeder Investor sollte eigenverantwortlich entscheiden, ob das Angebot zu seiner Risikobereitschaft passt. Lendiball bietet alle nötigen Informationen transparent an – nutzt diese, um fundierte Entscheidungen zu treffen. In diesem Sinne: Viel Erfolg und Spaß beim Investieren, falls Sie Lendiball ausprobieren! Es ist immer aufregend, eine neue Plattform von Anfang an zu begleiten und dabei hoffentlich von ihren Vorteilen zu profitieren.

Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Alle enthaltenen Informationen dienen ausschließlich zu Informations- und Inspirationszwecken. Trotz sorgfältiger Recherche kann keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität übernommen werden. Investitionen in P2P-Kredite sind mit Risiken verbunden – bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Bitte informiere dich eigenverantwortlich und ziehe bei Bedarf professionelle Beratung hinzu.

Zuletzt aktualisiert am 5. Dezember 2025


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